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Sonntag, 15. Juli 2018

Freiverkäufliche Arzneimittel - Salben, Cremes, Verbände


Ist man auch noch so vorsichtig - die Welt und das eigene Zuhause sind voller Ecken und Kanten, an denen man sich stoßen, schneiden und manchmal sogar schwer verletzen kann. Eine offene Schranktür, die Ecken des Esstisches oder das kleine Küchenmesser: wie schnell zieht man sich - oftmals sogar blutende - Verletzungen zu!

Selbst der geliebte Vierbeiner kann beim Herumtoben unbeabsichtigt Kratzer oder Schürfwunden verursachen.
freiverkäufliche arzneimittel
Bei schweren Verletzungen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Kleine Blessuren können aber, dank freiverkäuflicher Arzneimittel, selbst behandelt werden.

Für jede Verletzung gibt es das passende Heilmittel. Zudem erspart man sich den oft lästigen Weg zur entfernt gelegenen Apotheke, da freiverkäufliche Medikamente auch außerhalb dieser im Lebensmitteleinzelhandel, in Drogeriemärkten, Reform-/Bioläden und in Zoogeschäften vertrieben werden dürfen.

Für den Verkauf in diesen Geschäften schreibt der §50 des Arzneimittelgesetzes jedoch die Anwesenheit einer sachkundigen Person vor. Die geforderte Sachkundeprüfung kann bei der IHK abgelegt werden.

Eine kleine “Hausapotheke” ist in den meisten Haushalten vorhanden - wer hat sich in Notfällen nicht schon einmal am gesetzlich vorgeschriebenen Verbandskasten im Auto bedient? Zur Weiterbehandlung einer kleinen Schnittverletzung oder eines Blutergusses wird dann gerne auf die freiverkäuflichen Produkte im Lebensmittelgeschäft oder Drogeriemarkt zurückgegriffen.

Prellungen und Blutergüsse werden am besten unverzüglich gekühlt. Ist die Haut unbeschädigt, hat man die freie Wahl unter zahlreichen Kühlgels, Sportsalben und Liquids.

Bei blutenden Verletzungen sollte man diese Mittel meiden: sie brennen in der Wunde und können sogar die Heilung verzögern. Für offene Wunden gibt es eine Vielzahl Cremes und Salben, die die Wunde abdecken und dank der Inhaltsstoffe (z.B. Zink) die Wundheilung beschleunigen. Zur ersten Desinfektion einer blutenden Wunde werden diverse Sprays angeboten. Auch Verbandstoffe und Bandagen, die mit nicht verschreibungspflichtigen Mitteln getränkt sind, kommen zum Einsatz.
IHK Arzneimittel
Für die Behandlung von Muskelverspannungen oder leichten Zerrungen bietet der Markt ebenfalls eine große Auswahl freiverkäuflicher Arzneimittel auf chemischer oder natürlicher Basis an. Ungewohnte (sportliche) Aktivitäten oder stundenlange einseitige Belastung des Körpers führen schnell zu schmerzhaften Verspannungen. Eine wärmende Salbe, zum Beispiel mit Arnika, wirkt hier schnell und nachhaltig. Sie ist als freiverkäufliches Arzneimittel leicht im Handel zu finden. 

Viele Tipps und Tricks zur Behandlung kleiner Blessuren waren bereits zur Zeit unserer Großmütter bekannt und werden von Mund-zu-Mund an die nächste Generation weitergegeben.

Sonntag, 13. August 2017

IHK Arzneimittel: Die Sachkenntnisprüfung für den Einzelhandel



Wenn Sie Arzneimittel im Einzelhandel verkaufen wollen, benötigen Sie einen Nachweis über Ihre Sachkenntnis. Der häufigste Weg, um diese Sachkenntnis nachzuweisen, ist eine Prüfung bei der IHK. Im Rahmen dieser Prüfunglegt Ihnen die IHKArzneimittel vor (Arzneikräuter), die Sie erkennen müssen und zudem viele theoretische Fragen, die sich ebenfalls um das Thema drehen. Nach § 50 des Arzneimittelgesetzes wird diese Prüfung dann als Nachweis Ihrer Sachkenntnis anerkannt.
IHK Arzneimittel


Unabhängig davon, ob Sie sich auf dem Gebiet der Heilkräuter und Arzneimittel bereits ein wenig auskennen oder nicht, macht es Sinn, sich auf die Prüfung in einem speziellen Seminar/Kurs vorzubereiten. Dort lernen Sie genau die Inhalte, die bei der IHK geprüft werden und haben somit die besten Chancen, das Examen zu bestehen.

Wie läuft die Prüfung ab? 

Die Art und Weise, in der die IHK Arzneimittel abfragt, ist deutschlandweit gleich. Sie bekommen verschiedene Proben pflanzlicher Drogen vorgelegt und müssen dann auf dem Frage- bzw. Antwortbogen in kurzen Begriffen angeben, worum es sich handelt. Die ist der praktische Teil des Examens.

Im theoretischen Teil müssen Sie der IHK „beweisen“, dass Sie sich auch mit nicht-pflanzlichen Arzneimitteln auskennen und mit Themen, die im Zusammenhang mit Medikamenten relevant sind. Dazu gehören die Lagerung und der Transport, erlaubte und verbotene Werbemaßnahmen, Kenntnisse über die Apothekenpflicht und über Medizinprodukte. Auch weitere Themengebiete sind relevant. 
IHK Arzneimittel


Gerne stellt die IHK zudem Fallen in Form von Fangfragen und Formulierungen, die Sie auf die falsche Spur führen sollen. Auch daher macht es Sinn, einen Kurs zu belegen, in dem Sie lernen, diese Fallen zu umschiffen. 

Zu empfehlen ist der Onlinekurs auf „www.sachkunde-arzneimittel.de“. Dort spielen Sie die Prüfungssituation vor Ihrer Anmeldung bei der IHK Arzneimittel-Prüfung in Probeexamen durch, die Ihnen bereits ein Gefühl dafür geben, wie sich die IHK ihre Fragen stelle. Somit kommen keine Überraschungen auf Sie zu.